Desserts/ Kulinarische Reise

Mini-Pavlovas mit Heidelbeeren und ein Ausflug nach Australien

Mini-Pavlovas mit frischer Sahne und Heidelbeeren

Heute geht’s mit diesen Mini-Pavlovas mit frischer Sahne und Heidelbeeren auf kulinarische Reise nach Australien. Fernweh garantiert!

–> Zum Rezept nach unten scrollen.

Unsere „kulinarische Entdeckungsreise“ geht in die nächste Runde und ich nehme euch heute mit nach Australien. Im Dezember 2009 und Januar 2010 waren mein Mann und ich (damals noch nicht verheiratet 😉 ) für 4 Wochen in Australien und sind mit dem Auto die Ostküste von Sydney nach Cairns abgefahren. Ein unvergesslicher Urlaub, für den ich extra einen unbezahlten Sonderurlaub in der Arbeit beantragen musste. Da wir zu der Zeit noch kein Kind hatten und damit keine größeren Verpflichtungen, sahen wir keinen Grund warum wir uns das nicht „gönnen“ sollten. Und die Entscheidung war goldrichtig. Wenn man wirklich Zeit hat, sich auf ein Land, seine Schönheiten und die Menschen einzulassen, hat man viel mehr vom Urlaub. Außerdem kommt man in Australien nach ein bis zwei Wochen Urlaub automatisch in eine „no worries“-Stimmung, die von den Einheimischen rund ums Jahr praktiziert wird. Für uns: Erholung pur!

Ich zeige euch ein paar meiner persönlichen Highlights, die ihr nicht verpassen dürft, wenn euer nächster Urlaub zufällig auch Richtung Australien gehen sollte.

  1. Sydney

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Bei einem Urlaub in Australien sollte Sydney nicht auf eurer Liste fehlen. Je nachdem wo sich euer Hotel befindet, lassen sich viele Sehenswürdigkeiten zu Fuß erkunden. Wir haben uns sogar eine Aufführung im Opera House angesehen und den Bridge Climb über die Harbour Bridge gemacht. Mein absoluter Tipp für Sydney: Kauft euch ein Tagesticket für die „Sydney Ferries“ und erkundet den ganzen Tag lang Sydney vom Wasser aus. Ein Abstecher zum Darling Harbour und an den Manly Beach ist dabei ein absolutes Muss! Das Tagesticket hat uns damals etwa 13 AUD gekostet. Ein wirkliches Schnäppchen, wenn man die Preise von örtlichen Anbietern für eine „Harbour Cruise“ vergleicht.

2. Frisches Obst und Plantagen

Früchte und Plantagen

In Australien wachsen all die Früchte, die es bei uns nur als Import gibt und die meist in unreifem Zustand für die weite Reise geerntet werden. Verpasst also nicht die Gelegenheit, wirklich reife Früchte zu probieren. Eine reife Mango z.B. ist geschmacklich mit keiner zu vergleichen, das man bei uns kaufen kann.

Kaffee-Plantagen

Es gibt auch einige Kaffee- und Teeplantagen, die man besichtigen kann und durch deren Sortiment man sich probieren kann. Wenn euch das Thema Obst/Plantangen wirklich interessiert, dann empfehle ich einen Umweg durch die „Atherton Tablelands“ zu machen.

3. Fraser Island

Fraser Island Maheno Wrack

Wenn Ihr genügend Zeit habt, dann nehmt euch etwa 2-3 Tage für Fraser Island. Die Fähre muss frühzeitig gebucht werden. Das Auto kann man in Hervey Bay stehen lassen. Wir haben auf Fraser Island Silvester gefeiert. Das Besondere daran ist, dass die gesamte Insel unter Naturschutz steht und somit absolutes Feuerwerks- und Böllerverbot besteht. Hiiiimmlisch, sag ich euch! Ein bisschen gefeiert haben wir trotzdem im Kingfisher Bay Resort mit Live-Musik. Allerdings in einem wirklich kleinen und feinen Rahmen. Das Resort ist übrigens eines von nur einer Handvoll Übernachtungsmöglichkeiten auf der Insel.
Außerdem kann man vor Ort auch ein Auto (4-WD) zu mieten und die Insel und die Strände damit zu erkunden – ich würde es aber nicht empfehlen; es sei denn, ihr habt wirklich schon einiges an Erfahrung vorzuweisen mit schwierigem Fahruntergrund! Im Ernst! Hier lohnt es sich einfach einen Ausflug zu buchen, der euch zum Schiffswrack der Maheno bringt und einmal quer über die Insel und zum Lake McKenzie, einem Grundwassersee auf der Insel, der als einer der saubersten der Welt gilt. Schwimmen gehen! Schwimmen im Meer rund um Fraser Island ist übrigens – dank Tigerhaivorkommen – nicht unbedingt zu empfehlen.
Am Jetty-Hut vom Resort werden ganz nette Tageskurse angeboten. Ihr dürft euch das jetzt aber nicht All-Inclusive-mäßig vorstellen. Die meisten Urlauber waren Einheimische. Und die Kurse waren meist von 5-8 Leuten besucht. Wir waren z.B. einen Vormittag lang Angelknoten üben und Angeln – gefangen haben wir aber nur einen megagiftigen Fisch, den man vor Ort nur als „Happy Moment“ kennt, da er immer, wenn er gefangen wird, einen „glücklichen Moment“ hat, weil er wieder lebendig vom Haken ins Wasser darf.

4. Hamilton Island / Whitsundays

Hamilton Island Whitsundays

Wenn es euer Budget zulässt, gönnt euch 2-3 Nächte auf Hamilton Island. Ist zwar etwas kostspielig, aber wie oft in seinem Leben fliegt man auch wirklich nach Australien? Ich hoffe zwar, dass ich es noch öfters hin schaffe 😉 , aber falls nicht, habe ich mich beim ersten Mal schon wirklich bemüht brav meine „Bucket List“ abzuarbeiten. Auf Hamilton Island gibt es übrigens keine Autos. Man bewegt sich entweder mit dem Insel-Shuttle oder einem gemieteten Golf-Cart. Wir haben die Zeit hier hauptsächlich zur Entspannung und dem Baden am Catseye-Beach und diversen Pool-Anlagen genutzt. OK, wir waren auch kurz mal am Golfplatz – aber nur aus Neugier 😉 ein paar Bälle schlagen. Wir, als Nicht-Golfer konnten das problemlos auch ohne Kleidervorschrift an der „Driving Range“ machen.

Gut, zwei Ausflüge haben wir dann doch auch noch gemacht. Ich wollte schon immer mal Hochseefischen mit anschließendem BBQ vom Selbstgefangenen. Und das gab es hier im Angebot. Eine tolle Erfahrung, schließlich habe ich eine riesige „coral trout“ mit meinen eigenen Händen aus dem Meer gezogen. Und lecker war es obendrein!

Und der zweite Ausflug ging ganz tourimäßig an den Whitehaven Beach, einen der weißesten Strände der Welt. Der war auch wirklich schön – toll zu fotografieren; allerdings war es am Ende des Tages einfach „nur ein Strand“ 😉 Da die Aussies große BBQ-Fans sind, gab es auch hier eines. Also Grillen können sie!

5. Koalas, Kängurus und andere Tierchen

Australien Tiere

Die Tierwelt Australiens ist wirklich besonders und es bieten sich einem viele Möglichkeiten schöne Tiere sowohl in freier Wildbahn, als auch in sogenannten „sanctuaries“ oder Nationalparks zu beobachten. Rund um Port Stephens gibt es eine größere Delfinpopulation, die man mit ein wenig Glück vom Strand aus beobachten kann. Wenn es anfängt zu dämmern, sieht man auch einige Kängurus auf den Feldern vom Auto aus.
Ansonsten ist auch ein Ausflug in einen Tierpark absolut empfehlenswert. Wir waren im Lone Pine Koala Sanctuary und im Billabong Koala and Wildlife Park. Im Lone Pine haben wir sogar für ein Foto einen Koala (meiner hieß „Tracey“) kurz „halten“ dürfen. Der Ablauf ist strikt geregelt und das klappt so, wie es hier angeboten wird, wirklich gut. Die Koala-Fotos von uns hängen jetzt noch an unserer Wand ;). Kängurus und Wallabies laufen im Billabong Park frei herum. Sie sind in keinem Gehege. Man kann Futter kaufen und sie füttern – und somit auch wirklich ganz tolle Fotos machen. Sogar streicheln kann man sie, wenn sie etwas zutraulich werden – davon ausgenommen sind die „joeys“, die Känguruh-Babies im Beutel.

6. Daintree National Park/Cape Tribulation

Daintree N.P

Der Daintree N.P. ist nördlich von Port Douglas und war unser „nördlichster“ Ausflug in Australien. Wir haben ab Cairns einen Ausflug mit einem örtlichen Anbieter gemacht und uns den Regenwald und die Krokodile angesehen. Ein Ausflug auf eigene Faust ist nur bedingt empfehlenswert, da hier oben Krokodile keine Seltenheit sind. Und um ein paar Horrorgeschichten zum Thema Krokodile und Urlauber kommt man in Australien sowieso nicht rum.

7. Last, but not least… beach life

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An den vielen schönen Stränden und dem „beach life“ kommt man in Australien nicht vorbei. Und die ganze Ostküste ist gesäumt von richtig tollen Stränden, die zum Baden und Verweilen einladen. Besonders toll in Erinnerung habe ich in Sydney den Bondi Beach und den Manly Beach. Die Strände rund um Noosa, Byron Bay, Coffs Harbour und Port Douglas.

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Ich habe jetzt einiges ausgelassen, das wir auch noch gemacht haben, aber den Rahmen dieses Beitrags einfach sprengen würde. Explizit erwähnen möchte ich aber noch die wirklich tollen Erinnerungen an das Tauchen am Great Barrier Reef, dem Wandern in den Blue Mountains, Weihnachten am Strand bei sommerlichen Temperaturen, dem Stehen auf dem „Tropic of Capricorn“ in Rockhampton und dem spontanen Abstecher zu einer kleinen Edelstein-Farm, wo wir uns eine Ausrüstung gemietet haben und unser Glück versucht haben. Wir haben zwar keinen wertvollen Fund gemacht, dafür aber ein paar schöne Steine und unvergessliche Erinnerungen gesammelt.

So, falls es nun demnächst für euch nicht nach Australien geht, gibt’s noch immer die Möglichkeit sich ein Stückchen „Down Under“ kulinarisch in Form von Mini-Pavlovas auf den Teller zu holen.

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REZEPT: Mini-Pavlovas mit frischer Sahne und Heidelbeeren

–> Für ca. 9 Stück

Zutaten:

  • 3 Eiweiß (Gr. M), kalt
  • 1 Prise Salz
  • 250 g Zucker
  • 220 g TK-Heidelbeeren
  • 2 EL Zucker
  • 2 EL Zitronensaft
  • 1 Becher (ca. 250 ml) frische Sahne

Zubereitung:

Eiweiße und Salz mit dem Schneebesen der Küchenmaschine schlagen, bis sich erste Spitzen bilden. Das Eiweiß allerdings nicht komplett steif schlagen. Jetzt nach und nach den Zucker zugeben und unterrühren. Weiterrühren bis eine homogene Masse entstanden ist. Mehrere Minuten steif schlagen.

Mini Pavlovas mit frischer Sahne und Heidelbeeren

Ein Backblech mit Backpapier auslegen und etwa 9 Eiweißnester formen. Dazu einfach das steife Eiweiß mit einem Esslöffel portionieren und eine Mulde in der Mitte formen. Bei 150 °C Ober-/Unterhitze etwa 50 Minuten backen. Dann das Backrohr ausschalten und die Pavlovas etwa noch 30 Minuten im Backrohr lassen. Herausholen und auskühlen lassen.

Die Heidelbeeren mit dem Zucker und dem Zitronensaft in einem Topf erwärmen und etwa die Hälfte der Beeren mit einer Gabel zerdrücken. Zur Seite stellen.

Einen Becher frische Sahne aufschlagen. Die Pavlovas mit 1-2 EL Sahne und einer kleinen Portion warme Heidelbeeren servieren

Mini Pavlovas mit frischer Sahne und Heidelbeeren-9

An dieser Stelle möchte ich mich auch bei Sarah von „Das Knusperstübchen“ herzlich für die erneute Organisation der kulinarischen Entdeckungsreise bedanken. Es hat mir wirklich Spaß gemacht und ich freue mich, dass ich wieder dabei sein konnte.

Letzte Woche ging es übrigens mit Corinna von „Schüsselglück“ nach Vietnam. Und in den nächsten Wochen kommen noch ein paar schöne Ausflugsziele dazu. Die Länder, die wir kulinarisch bereits besucht haben, könnt ihr übrigens mit einem Klick auf den Banner nachlesen:

Eine kulinarische Reise

4 Comments

  • Reply
    Sarah
    15. Juni 2016 at 8:37

    Liebe Elli,
    ach sieht das alles toll aus. Meine Bucket List wird bei Deinem tollen Bericht auf jeden Fall länger und länger. 🙂 Irgendwann schaffen mein Mann und ich es ganz bestimmt auch nach Australien, während des Studiums fehlte das Geld und jetzt fehlt die Zeit aber vielleicht sollte ich auch Sonerurlaub beantragen. 😀 Ganz ganz toll, genauso wie Deine Pavlovas, ich liebe die kleinen oder auch großen Dinger ja. Egal wie. 😀
    Liebste Grüße
    Sarah

    • Reply
      lieberbacken
      15. Juni 2016 at 8:50

      Liebe Sarah,
      Vielen Dank für deine lieben Worte. Ja, das Problem mit der Zeit kenne ich aber inzwischen auch zu gut. Aber früher oder später wird sich sicher ein Zeitfenster auftun 🙂
      Liebste Grüße,
      Elli

  • Reply
    cookingCatrin
    13. Juli 2016 at 13:23

    Hallihallo!

    Du wurdest nominiert – für den Liebster Award!! 🙂 wir freuen uns sehr, wenn du dabei bist und mitmachst, hier findest du die Fragen, die dugerne beantworten darfst:

    http://www.cookingcatrin.at/liebster-award/

    Liebe Grüße! 🙂

    Antonia von cookingCatrin

  • Reply
    Kürbis-Feta-Teigtaschen mit Minzdip & Buchrezension „Streetfood“ von Jennifer Joyce – LieberBacken
    9. Januar 2017 at 9:55

    […] reise ich unheimlich gerne und habe mit meinem Mann schon einige tolle Länder besucht. (Siehe *hier* und *hier*) Da das Thema „Fernreise“ – dank Kinderplanung – momentan […]

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